Rückblick

Hinter den Kulissen

Nun ist die Öko-Modellregion Landkreis Goslar offiziell am Start. Hinter den Kulissen sind wir bereits seit Mitte April aktiv. Wir haben unsere Internetseite aufgebaut, einen Flyer erstellt, ein Profil auf Facebook, Instagram und YouTube angelegt. Wir haben damit begonnen, die Bio-Betriebe in unserem Landkreis zu vernetzen, um unsere Gemeinschaft zu stärken. Und wir haben unsere Betriebe und die Menschen davor fotografieren, filmen und interviewen lassen. Unsere Videos und Fotos im Internet oder im Flyer sind daher alle "echt".

Vor der Tribüne

Die offizielle Auftakt-Veranstaltung fand in einem ungewöhnlichen Rahmen statt: Weil wir corona-bedingt keinen passenden Saal fanden, nahmen wir eben die Galopprennbahn in Bad Harzburg. Über 100 Gäste waren gekommen, sowohl die Goslarsche Zeitung als auch der Seesener Beobachter berichteten ausführlich. Unseren eigenen Bericht in Wort und Bild finden Sie hier >>

Auf dem Fahrrad

Unsere Fahrrad-Rallye war beeindruckend ‒ über 120 Radler/innen waren angemeldet. Sieben Bio-Betriebe hatten Ihre Tore geöffnet, führten die Gäste über Ihren Hof und erzählten, was sie tun und warum sie es tun. Überall gab es etwas zu kosten. Die positive Resonanz war groß und viele baten darum, das im nächsten Jahr zu wiederholen. Könnte klappen. 

Unseren kurzen Bericht in Wort und Bild finden Sie hier >>

Bio-Produkte von uns

Die am häufigsten gestellte Frage der vergangenen Wochen :
Wo kann ich die Bio-Produkte kaufen?
Über das große Interesse freuen wir uns sehr. Zur Zeit sind die Erzeugnisse noch über den Landkreis verteilt in verschiedenen Hofläden zu finden. Hier haben wir die Adressen zusammengestellt >>. Nach und nach werden wir das Angebot der einzelnen Verkaufsstellen auf unserem Internet-Marktplatz ausführlicher darstellen. Sie werden dort in Zukunft auch Hinweise auf Supermärkte, Restaurants u.a. finden, die “Bio von uns” bereits an Bord haben.

Die Öko-Modellregion gemeinsam gestalten

Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, die Produkte für alle leichter zugänglich zu machen. Wir werden deshalb jetzt verschiedene Modelle diskutieren, uns anschauen, was andere so machen, Ideen sammeln,... Und - ganz wichtig - wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen, um herauszufinden, was Sie sich wünschen. 

Eigentlich hatten wir nun einen “Bürgerworkshop” geplant, um mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Wünsche und Bedürfnisse aus Verbrauchersicht herauszuarbeiten. Darauf aufbauend wollten wir gemeinsam Konzepte für eine sinnvolle und leicht zugängliche Vermarktung unserer Bio-Produkte entwickeln. Diesen Plan hat uns Corona verhagelt. Nun suchen wir neue Wege der Bürgerbeteiligung.


Zunächst werden wir eine Online-Fragebogenaktion durchführen ‒ den Fragenkatalog dazu entwickeln wir gerade. Wir wollen gern mehr erfahren über Ihre Vorlieben bei Bioprodukten und Einkaufsquellen, Ihre Wünsche in Bezug auf Einkaufsmöglichkeiten und Ihr Interesse an Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Sobald der Fragebogen fertig ist, werden wir Sie informieren. Wir freuen uns schon jetzt auf Ihre Teilnahme (die anonym erfolgen soll).

Über die Schulter geschaut

Das riesige Interesse an der Arbeit unserer Bio-Betriebe wurde ja bereits bei der Fahrrad-Rallye deutlich. Dieses Interesse möchten wir gern wachhalten bzw. vielleicht auch neu wecken. Deshalb werden wir in unseren Info-Briefen auch immer wieder berichten, was sich auf den Höfen gerade tut, welche Arbeiten anstehen und was sonst noch so los ist (siehe unten).

Ernten und verarbeiten

Die Getreideernte ist bereits abgeschlossen, es wird nun nach und nach zu den Mühlen transportiert.
Gemüse aller Art, Kartoffeln, Mais und Kürbisse sind reif und landen über Hofladen oder Abo-Kiste auf unseren Tellern.
Die Bio-Zuckerrüben werden ebenfalls jetzt geerntet - sie werden in der Zuckerfabrik vor den konventionell erzeugten Rüben verarbeitet, da sich die beiden in der Produktion auch nicht ansatzweise begegnen dürfen.
Das Obst von den Streuobstwiesen reift je nach Sorte unterschiedlich früh bzw. spät - die frühen Sorten sind bereits geerntet.
Die Ernte von Körnermais (Futtermais) ist erst in ca. 6-8 Wochen an der Reihe.

Gras in Fleisch verwandeln

Die Rinder in der Öko-Modellregion leisten großartige Arbeit. Noch weiden sie allesamt draußen und betätigen sich damit in der Landschaftspflege. Sie verwandeln das Gras, das für uns Menschen bekanntermaßen nicht direkt verwertbar ist, in Fleisch. So soll es sein - für unsere Tiere wird kein Regenwald abgeholzt, um auf den Flächen Soja für Viehfutter anzubauen.
Wandern die Rinder in der kalten Jahreszeit dann in den Stall, fressen sie überwiegend Heu (also getrocknetes Gras). Im Stall produzieren die Tiere Mist und Gülle - was in der Bio-Landwirtschaft wiederum als Dünger eingesetzt wird.  
Auf dem Gallowayhof wird übrigens Anfang Oktober geschlachtet.

Bienen winter-fit machen

In unseren Imkereien werden die Bienen jetzt bereits auf den Winter vorbereitet. Bio-Imker Björn Besser zum Beispiel ist derzeit mit der Auffütterung der Bienenvölker beschäftigt.
Die Völker erhalten eine Lösung aus 2 Teilen Wasser und 3 Teilen Bioland-Zucker, damit sie genügend Futtervorräte für den Winter haben.
Anschließend werden die Völker noch mit Ameisensäure gegen die Varroamilbe behandelt - die Ameisensäure wird in der Beute (so heißt die Bienenbehausung) verdunstet. In der Bio-Imkerei sind übrigens ausschließlich organische Säuren zugelassen. 

Neue Legehennen begrüßen

Legehennen legen in der Regel 15 Monate lang Eier - danach lässt Ihre Legeleistung nach, aus den Legehennen werden Suppenhühner. Auf dem Biohof Schieren Eichen steht im Oktober der große Wechsel an: Die "alten" Hennen ziehen aus dem Hühnermobil aus, dieses wird gereinigt und desinfiziert, neue Junghennen im zarten Alter von 17 Wochen ziehen ein. Nach ca. 2-3 Wochen fangen sie an, zu legen. Bis die Eier "marktreife" Größe erreicht haben, wandern die - übrigens sehr beliebten - kleinen Junghennen-Eier in die Eiernudel oder werden im 1kg-Karton im Hofladen vermarktet. So läuft es auch auf den anderen Höfen. Schon gewusst? Eine Henne benötigt ca. 45-50 kg Futter pro Jahr - das Futter wird auf den Höfen selbst angebaut.

Herbstaussaat vorbereiten

Nach der Ernte ist vor der Ernte: Die Landwirte bereiten in diesen Wochen die Ackerflächen für die Herbstaussaat (zum Beispiel für Weizen und Dinkel) Anfang Oktober vor. Und auch da wird uns wieder bewusst, was das Besondere an der Bio-Landwirtschaft ist: Zunächst wird der Boden so vorbereitet, dass ein "falsches Saatbett" entstehen kann - die im Boden zahlreich vorhandenen Unkrautsamen dürfen bzw. sollen nach Herzenslust aufwachsen. Anschließend wird das Unkraut maschinell (also rein mechanisch) entfernt bzw. zerstört. Erst jetzt wird das Getreide ausgesät - es hat auf diese Weise überwiegend erst einmal freie Bahn. 
Schlaues Prinzip. Aber eben auch arbeitsaufwendig.


Foto des Monats

So lebendig sieht es bei uns zur Zeit vielerorts auf den landwirtschaftlichen Flächen aus - dieses Foto stammt vom Birkenhof.


Wenn Sie mögen, können Sie sich unseren Info-Brief hier auch als PDF-Datei herunterladen >>

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Ende

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